Deutsche Welle (DW)

Die Deutsche Welle ist eine öffentlich rechtliche Rundfunkanstalt.

 

Bis 2011 hatte Soltecture auf seiner Homepage auf einen Fernsehbeitrag der Deutschen Welle verwiesen, in dem sehr positiv über die Firma berichtet wurde. Im Januar 2011 wurde der Link entfernt.

Entfernung von Dokumenten über Soltecture aus dem Internet

Im Herbst 2012 wurde das Video zusammen mit mehreren Textbeiträgen von der Homepage der Deutschen Welle genommen. Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) verfuhr mit zwei Sendungen über Soltecture entsprechend.

 

Derzeit ist nur noch ein Bericht auf der Homepage der Deutschen Welle abrufbar, in dem Soltecture als "Success story" bezeichnet wird.

 

Statt angemessen und sachgerecht zu informieren, bietet die Deutsche Welle dem Wissenschaftler Rech eine Plattform. Als Mitarbeiter des Helmholtz-Zentrums Berlin (HZB) ist Rech mitverantwortlich und bestens über das Desaster Soltectures informiert. Hier werden allerdings nur allgemeine Themen angeschnitten. Es ist völlig unverständlich, warum die Deutsche Welle Herrn Rech nicht zur Firma Soltecture befragt hat.

Der Fernsehbeitrag über Soltecture muss wieder zugänglich gemacht werden

Die Energiewende ich ein Vorhaben von größtem öffentlichen Interesse. Sie muss von allen Bürgern über die EEG-Umlage und über Subventionen finanziert werden. Bekanntlich ist die deutsche Solarindustrie in den letzten Jahren in eine Krise geraten. Viele Betriebe, darunter alle vier Berliner Solarmodulhersteller, mussten Insolvenz anmelden. Die Aufklärung dieser katastrophalen Entwicklung hat noch nicht einmal begonnen.

 

Der Fernsehbeitrag der Deutschen Welle und die Textbeiträge über Soltecture sind wichtige Dokumente. Es kann nicht sein, dass derart wichtige Dokumente dem Zugriff der Allgemeinheit entzogen werden. Die Allgemeinheit hat einen Anspruch darauf, sich in dieser Sache uneingeschränkt zu informieren. Die Herstellung der Sendung wurde außerdem durch Rundfunkgebühren finanziert.

 

Mit einem Schreiben wurde am 16.5.2013 Aufklärung und die Wiedereinstellung der Sendung ins Internet verlangt.

1. Antwort vom 6.6.2013

Mit diesem Schreiben vom 6.6.2013 antwortete die Deutsche Welle auf die Petition auch im Namen des RBB:

Antwort der Deutschen Welle vom 6.6.2013
DW 130606 (geschwärzt).pdf
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"Abstimmung" der Antwort mit dem RBB

Laut Deutscher Welle wurde die Antwort vom 6.6.2013 auf die Petition vom 16.5.2013 mit dem RBB abgestimmt. Der RBB und die Deutsche Welle sind jedoch unterschiedliche Rundfunkanstalten mit jeweils eigenen Verantwortlichen. Die Allgemeinheit hat ein Recht darauf, auch eine Antwort des RBB auf die Petition vom 16.5.2013 zu erhalten.

 

Ohnehin ist nicht ersichtlich, warum hier etwas "abzustimmen" war. Die angeblich im Namen des RBB mitgeteilten Angaben werden hier deshalb nur zur Kenntnis genommen. Es ist grundgesetzlich festgeschrieben, dass Petitionen beantwortet werden müssen. Insofern wird weiter erwartet, dass der RBB selbst Stellung nimmt.

Beitrag der Deutschen Welle vom 29.5.2005

Die Deutsche Welle versucht in dem Antwortschreiben ernsthaft abzustreiten, dass ein Beitrag von 2005 über die Firma Sulfurcell überhaupt existiert hat. Das scheint recht verwegen, ist doch die Existenz des Beitrags "Sulfurcell Solartechnik GmbH" vom 29.5.2005 gerichtsfest dokumentiert.

Sulfurcell Homepage "Über uns (Video)", abgerufen am 12.5.2010

Wie nebenstehend abgebildet hatte die Sulfurcell GmbH den Beitrag der Deutschen Welle vom 29.5.2005 auf ihrer Homepage verlinkt und zur Eigenwerbung verwendet.

 

Der vollständige Internetlink der Aufstellung lautete: http://www.sulfurcell.de/video+M54a708de802.html

Sulfurcell Homepage "Über uns (Print)", abgerufen am 21.12.2010

Bis zum 17.1.2011 war auch eine Liste von Print-Veröffentlichungen auf der Homepage Sulfurcells abrufbar, die ebenfalls Links auf Fernsehbeiträge enthielt. Auch mit dieser Liste warb die Firma in eigener Sache.

 

Wie nebenstehend abgebildet wurde wie folgt auf den Beitrag der Deutschen Welle verwiesen:

 

05/2005 Deutsche Welle TV

Sulfurcell Solartechnik

Fernsehbeitrag vom 29.5.2005

 

Der Link "Sulfurcell Solartechnik" verwies auf den Beitrag auf der Internetseite der Deutschen Welle.

 

Der vollständige Internetlink dieser Aufstellung lautete: http://www.sulfurcell.de/ueber-uns.html

Google Suche, 28.10.2012

Die Internetseite der Deutschen Welle (www.dw.de) gehört mit zu den Seiten mit relevanten Unterlagen, die seit einiger Zeit regelmäßig überwacht werden.

 

Deshalb ist am 25.10.2012 aufgefallen, dass 6 registrierte Links nicht mehr funktioniert haben. Die entsprechenden Seiten auf der Homepage der Deutschen Welle waren entfernt worden.

 

Wie nebenstehend abgebildet, konnten die entfernten Seiten am 28.10.2012 noch mit einer Google-Suche aufgefunden werden. Nach einiger Zeit waren die Links auch nicht mehr über Google auffindbar.

 

Der Link auf die Seite, auf der der Fernsehbeitrag vom 29.5.2005 abgerufen werden konnte, lautete: http://www.dw.de/dw/article/0,,1595659,00.html

Solarenergie - Deutsche Unternehmen suchen Perspektiven

In dem Antwortschreiben wird ein weiterer Beitrag der Deutschen Welle erwähnt, in dem unter anderem über die Firma Sulfurcell berichtet wurde. Es ist richtig, dass dieser Beitrag "Solarenergie - Deutsche Unternehmen suchen Perspektiven" noch bei YouTube und an anderer Stelle im Internet abrufbar ist. Der Beitrag gehört aber auch mit zu den Unterlagen, die im Herbst 2012 von der Internetseite der Deutschen Welle entfernt worden sind.

 

Insgesamt ist der Beitrag wenig informativ. Der Film wirkt wie das Machwerk einer Marketingagentur im Auftrag Sulfurcells. Die Solarmodule werden als angeblich "modern" und "elegant" vorgestellt. Dabei waren die Module schon aufgrund ihrer kleinen Fläche überhaupt nicht für den Einsatz im Fassadenbereich geeignet. Weitere Einzelheiten zur Sache werden in einer Zusammenfassung dargelegt.

 

Der Beitrag verschweigt auch die enttäuschende Entwicklung der Firma, die bis zur Insolvenz regelmäßig ihre selbst gesetzten Ziele verfehlte. Im Januar 2010 hatte die Firma einen ungedeckten Kapitalbedarf bis 50 Mio. Euro, der nicht gedeckt werden konnte. Im Februar 2010 warnte Sulfurcell mit einer Demonstration vor der Gefahr einer Firmenpleite. Zu dem Zeitpunkt hatten auch schon Vertriebspartner die eigentlich vertraglich vereinbarte Abnahme der Module verweigert.

 

Es ist offensichtlich, dass die Allgemeinheit mit diesem Beitrag desinformiert werden sollte. Es stellt sich die Frage, warum die Deutsche Welle in dem Beitrag kein zutreffendes Bild der Situation und Entwicklung Sulfurcells vermittelt hat.

Schlussfolgerungen

Mit der Antwort vom 6.6.2013 werden mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet. Zunächst ist rätselhaft, warum die Deutsche Welle auch im Namen des RBB Stellung nehmen wollte.

 

Auf die Frage der Säuberung der eigenen Internetseite im Sommer / Herbst 2012 geht das Schreiben überhaupt nicht ein. Obwohl gerichtsfest nachweisbar ist, dass es einen Beitrag der Deutschen Welle vom 29.5.2005 über Sulfurcell gibt, wird dies einfach abgestritten.

 

Die Ausführungen über technische Details der Datenspeicherung sind nicht nachvollziehbar. Die Deutsche Welle scheint nicht verstanden zu haben, dass es hier um rechtstaatlich elementare Sachverhalte geht. Im allgemeinen Interesse hätte die Deutsche Welle umgehend und sorgfältig den vorgelegten Hinweisen nachgehen müssen. Das ist offensichtlich nicht geschehen.

Interview mit Philippe Welter vom 6.6.2013

Gleichzeitig bot die Deutsche Welle Philippe Welter, dem mutmaßlich kriminellen Herausgeber der Fachzeitschrift PHOTON, in einem Interview eine Plattform zur Selbstdarstellung. Das ist völlig unverständlich.

 

In dem Schreiben vom 16.5.2013 wurde die Deutsche Welle auch auf diese Internetseite hingewiesen. Hier wird insbesondere auch über die PHOTON-Gruppe berichtet. Es wird auch der WatchBlog PhotonWatch vorgestellt, der schon seit mehreren Jahren über die Machenschaften Welters und der Photon-Gruppe berichtet.

 

Abgesehen davon müsste einer Rundfunkanstalt wie der Deutschen Welle ohnehin bekannt sein, dass die Photon-Gruppe seit längerer Zeit in großen Schwierigkeiten steckt. Es ist kaum vorstellbar, dass bei der Deutschen Welle nicht bekannt war, dass die Photon Europe GmbH im Dezember 2012 Insolvenz anmelden musste und das Insolvenzgericht inzwischen erhebliche Unregelmäßigkeiten festgestellt hat. Die Staatsanwaltschaft ermittelt ebenfalls schon seit einiger Zeit.

Die Deutsche Welle bietet Welter eine Plattform zur Selbstdarstellung

Das alles hielt die Deutsche Welle jedoch nicht davon ab, am 6.6.2013 das oben genannte seichte Interview mit Philippe Welter zu veröffentlichen. In dem Beitrag wird Welter als "Experte" über die Zukunftsaussichten der Solarbranche befragt.

 

Die Deutsche Welle bezeichnet Photon sogar als das "führende Fachmagazin für Solarenergie in der Welt" und unterschlägt damit, dass diese Magazin faktisch schon seit Januar 2010 insolvent war und im Dezember 2012 endgültig vor die Wand gefahren wurde. Das Verhalten der Deutschen Welle kann sicher als Schlag ins Gesicht derjenigen bezeichnet werden, die durch die Machenschaften und Insolvenz Photons geschädigt wurden.

 

Abgesehen davon ist in keiner Weise nachvollziehbar, welche Informationen mit dem Interview überhaupt transportiert werden sollten. Es wurde keine einzige kritische Frage etwa zur Insolvenz oder den zahlreichen fragwürdigen Machenschaften der Photon-Gruppe in den letzten Jahren gestellt. 

 

PhotonWatch verlangt mit einer Initiative den Ausschluss von Welter aus dem Rat der Agora Energiewende. Seit Mai 2013 ruht die Mitgliedschaft Welters in diesem Gremium angeblich auf dessen Wunsch. Auch dieser wichtige Vorgang hätte von der Deutschen Welle in dem Interview vom 6.6.2013 angesprochen werden müssen.

 

Der einzige Zweck des Interviews war offentischlich, die Person Welter in ein günstiges Licht zu rücken.

2. Antwort vom 3.7.2013

In einem weiteren Schreiben wurde nochmals Aufklärung von der Deutschen Welle, der ARD und dem RBB auch mit Blick auf das Interview der Deutschen Welle mit dem Photon-Herausgeber Philippe Welter verlangt.

 

Daraufhin antwortete die Deutsche Welle am 3.7.2013 mit einem zweiten Schreiben:

Antwort der Deutschen Welle vom 3.7.2013
DW 130703 (geschwärzt).pdf
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Dieses zweite Antwortschreiben braucht kaum weiter kommentiert zu werden. Es ist offensichtlich, dass die Verantwortlichen die mitgeteilten Sachverhalte vom Tisch wischen möchten. Selbst klare Beweise werden einfach ignoriert.

 

Offensichtlich ist dem Sender das große öffentliche Interesse an den mitgeteilten Sachverhalten egal. Damit offenbaren die Verantwortlichen, dass sie die rechtsstaatliche Funktion des Senders und ihre Verantwortung für diese Gesellschaft nicht verstanden haben oder nicht verstehen wollen.

8.5.2013 / Letzte Änderung: 1.3.2014

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