Forderung der Deutschen Bank

Wie hier dargelegt, war die Deutsche Bank über die Branchenentwicklung bestens informiert und hatte schon 2008 vor der absehbaren Krise bis 2012 gewarnt.

 

Die Deutsche Bank war außerdem die Hausbank Soltectures. Der Insolvenzverwalter Hartwig Albers verweist In einem "Gutachten" vom 31.7.2012 auf zwei Konten Soltectures bei der Deutschen Bank mit einem Guthaben in Höhe von insgesamt 19.295,59 Euro.

 

In ihrer Rolle als Hausbank hatte sich die Deutsche Bank mehrfach ausdrücklich positiv über den Dünnschichtmodulhersteller geäußert. In einem Fernsehbeitrag des RBB, der am 2.2.2009 gesendet wurde, erklärte ein leitender Mitarbeiter der Deutschen Bank Berlin:

 

In unserem Hause haben wir derzeit in Deutschland keinerlei Einschrän­kungen, eben für gute Projekte Kredite zu vergeben, und deswegen ist es einfach wichtig auch deutlich zu machen, dass eben für gute und zukunftsträchtige Projekte auch in diesen schwierigen Zeiten zugege­benermaßen eben doch auch die Ressourcen vorhanden sind noch. Auch hier in Berlin. (Harald Eisenach in einem Fernsehbeitrag des RBB, 2.2.2009)

Nur marginale Insolvenzforderung

Nach vorliegenden Unterlagen hat die Deutsche Bank nur einen marginalen Betrag in Höhe von 59 Euro als Forderung im Insolvenzverfahren Soltectures angemeldet.

 

Das ist einerseits erstaunlich, hatte die Deutsche Bank doch öffentlich den Eindruck erweckt, als hielte sie Soltecture für kreditwürdig und zukunftsfähig. Offenbar hatte sich die Deutsche Bank in diesem Fall jedoch nur verbal engagiert und war nicht mit einem größeren Betrag ins Risiko gegangen, wie von Eisenach in dem oben genannten Fernsehbeitrag suggeriert.

 

Andererseits ist dieser Befund nicht überraschend. Als Hausbank hatte die Deutsche Bank privilegierten Zugang zu wichtigen Geschäftszahlen Soltectures. Somit war der katastrophale Geschäftsverlauf für die Deutsche Bank leicht zu erkennen. Außerdem wurde die Deutsche Bank ab August 2010 mehrfach detailliert informiert. Somit ist nachvollziehbar, dass die Deutsche Bank offenbar kein Risiko eingegangen ist und sich schadlos gehalten hat, während andere Beteiligte und insbesondere die Allgemeinheit einen hohe Schadenssummen zu verkraften haben.

30.8.2013 / Letzte Änderung:

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Typologie der Herstellungsverfahren für Solarmodule

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